Ersetzt KI den Beruf …
Softwareentwickler/-in
Unsere Antwort: Möglicherweise
Unsere Einschätzung
Der Beruf wird durch KI unterstützt
KI-Ersetzungsrisiko
45/ 100
Moderates Risiko
KI-Veränderung im Arbeitsalltag
92 %
Anteil der Arbeitszeit, den KI übernimmt, teilweise übernimmt oder unterstützt.
Was KI für Softwareentwickler bedeutet
Generative KI wird den Arbeitsalltag in der Softwareentwicklung deutlich verändern, aber nicht den gesamten Beruf übernehmen. Sie erzeugt bereits Code, vervollständigt Funktionen, erklärt bestehende Systeme und schlägt Tests oder Fehlerkorrekturen vor. Laut IAB ist das Substituierbarkeitspotenzial gegenüber 2019 erheblich gestiegen; eine vollständige Automatisierung hält das Institut dennoch nicht für möglich, weil Programmieren nur eine von mehreren beruflichen Anforderungen ist. Besonders standardisierte Implementierungen, Dokumentation und erste Testentwürfe werden schneller und teilweise automatisiert erledigt.
Der Schwerpunkt verschiebt sich vom Schreiben jeder einzelnen Codezeile hin zum präzisen Entwerfen, Prüfen und verantwortlichen Betreiben von Softwaresystemen. Anforderungen müssen weiterhin mit Fachbereichen geklärt, widersprüchliche Ziele abgewogen und technische Entscheidungen unter realen Einschränkungen getroffen werden. Menschen bleiben außerdem für Freigaben, Datenschutz, IT-Sicherheit und die Folgen fehlerhafter Software verantwortlich. KI-Ausgaben müssen geprüft werden, weil plausibel wirkender Code Sicherheitslücken, veraltete Abhängigkeiten oder falsche Annahmen enthalten kann.
Am stärksten betroffen ist routinemäßige Anwendungsprogrammierung. Die OECD erwartet, dass generative KI und Low-Code-Plattformen den Bedarf an solcher Codierung reduzieren, während Systemarchitektur und Cybersicherheit wertvoller werden. Das ILO-Ergebnis zur hohen Exposition digitaler Fachberufe bedeutet dabei nicht automatisch Stellenabbau: Häufig werden einzelne Aufgaben automatisiert oder unterstützt. Gleichzeitig sieht das AMS für Softwaretechnik und Programmierung von 2026 bis 2028 einen positiven Trend. Das World Economic Forum zählt Software- und Anwendungsentwicklung zudem zu den weltweit besonders schnell wachsenden Berufen bis 2030.
Wertvoller werden deshalb Systemdenken, Architektur, sichere Entwicklung, gute Teststrategien und die Fähigkeit, KI-Ergebnisse kritisch zu bewerten. Hinzu kommen klare Kommunikation, Fachdomänenwissen und ein belastbares Verständnis des vorhandenen Codes. Die Bundesagentur für Arbeit erwartet ein steigendes Anforderungsniveau in IKT-Berufen. Wer KI-Werkzeuge kontrolliert einsetzt, deren Resultate nachvollziehbar prüft und zugleich Verantwortung für das Gesamtsystem übernimmt, dürfte eher produktiver werden als überflüssig.
Aufgaben-Check
So setzt sich das Ergebnis zusammen: typische Aufgaben, ihr Anteil an der Arbeitszeit und wie stark KI sie in den nächsten Jahren übernehmen kann.
KI Mensch
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Code implementieren und bestehende Funktionen ändern
Aktuelle Systeme können standardisierten Code erzeugen, vervollständigen und überarbeiten. Entwicklerinnen und Entwickler müssen Kontext bereitstellen, Ergebnisse integrieren und nicht triviale Logik selbst beherrschen. [1][6][7]
Teil-Automatisierbar25 % -
Anforderungen klären und Lösungen konzipieren
KI kann Anforderungen strukturieren, Rückfragen vorschlagen und Entwürfe vergleichen. Zielkonflikte, Domänenkontext und Abstimmungen mit Stakeholdern erfordern weiterhin menschliches Urteil. [1][6]
KI unterstützt15 % -
Tests erstellen und Qualität sichern
Testfälle, Testdaten und erste Auswertungen lassen sich zu großen Teilen generieren. Aussagekräftige Abdeckung, fachliche Korrektheit und Freigaben bleiben menschliche Aufgaben. [1]
Teil-Automatisierbar13 % -
Softwarearchitektur und technische Entscheidungen
KI unterstützt bei Varianten, Diagrammen und der Analyse technischer Abhängigkeiten. Tragweite, langfristige Wartbarkeit und Haftungsfolgen machen eine verantwortliche menschliche Entscheidung notwendig. [6]
KI unterstützt12 % -
Fehler analysieren und beheben
KI kann Logs erklären, Ursachen eingrenzen und Patches vorschlagen. Bei komplexen Produktionsfehlern sind Systemverständnis, Priorisierung und kontrollierte Eingriffe weiterhin erforderlich. [1]
Teil-Automatisierbar12 % -
Code prüfen, refaktorieren und absichern
KI erkennt Muster, schlägt Refactorings vor und weist auf mögliche Schwachstellen hin. Sicherheitsrelevante Bewertungen und die verantwortliche Annahme von Änderungen dürfen nicht ungeprüft delegiert werden. [6]
KI unterstützt9 % -
Teamabstimmung, Reviews und Wissensaustausch
KI kann Besprechungen zusammenfassen und Reviews vorbereiten. Gemeinsame Entscheidungen, Mentoring, Vertrauen und die konstruktive Auseinandersetzung über Qualitätsmaßstäbe bleiben überwiegend menschlich. [1]
Bleibt menschlich8 % -
Dokumentation und Entwicklungsartefakte pflegen
Technische Beschreibungen, Commit-Nachrichten und API-Dokumentation können aus Code und Änderungen weitgehend automatisch erzeugt werden. Eine kurze Prüfung auf Richtigkeit und fehlenden Kontext bleibt sinnvoll. [1]
Voll-Automatisierbar6 %
Ihre nächsten Schritte
Konkrete Schritte, mit denen Sie KI für sich nutzen statt von ihr überholt zu werden. Haken Sie ab, was Sie erledigt haben.
In den nächsten 30 Tagen
In den nächsten 90 Tagen
In den nächsten 12 Monaten
Weiterbildung
Angebote, die zum Zeitpunkt der Analyse verfügbar waren. Viele Weiterbildungen lassen sich über den Bildungsgutschein oder das Qualifizierungschancengesetz der Bundesagentur für Arbeit fördern.
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Spezialist für KI-gestützte Softwareentwicklung (IHK) (Online-Zertifikatslehrgang)
IHK-Zentrum für Weiterbildung Heilbronn, Online-Zertifikatslehrgang, 1.990 Euro
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KI-Softwareentwicklung – Deutsch (Live-Online-Weiterbildung)
WBS CODING SCHOOL, Live-Online-Weiterbildung, kostenlos mit Bildungsgutschein oder AVGS
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Softwareentwicklung mit KI-Tools (Live-Online-Weiterbildung)
Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz), Live-Online-Weiterbildung, Preis auf Anfrage; verschiedene Fördermöglichkeiten
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Softwareentwicklung mit KI – OpenAI API, Python API (Live-Online-Weiterbildung)
COMCAVE.COLLEGE, Dozentengeleiteter Live-Unterricht online oder am Campus, bis zu 100 Prozent mit Bildungsgutschein förderbar
KI-Werkzeuge für Ihren Alltag
Bevor Sie Kundendaten, Patientendaten oder Firmeninterna in ein KI-Werkzeug eingeben: Klären Sie mit Ihrem Arbeitgeber, welche Werkzeuge erlaubt sind und wo die Daten verarbeitet werden.
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GitHub Copilot
Unterstützt Softwareentwicklerinnen und Softwareentwickler direkt in IDE, Terminal und GitHub bei Codegenerierung, Tests, Reviews, Fehlerbehebung und mehrstufigen Entwicklungsaufgaben.
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JetBrains AI Assistant
Erzeugt, erklärt und überarbeitet Code innerhalb von JetBrains-IDEs und automatisiert unter anderem Refactorings, Tests, Dokumentation und Commit-Nachrichten.
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Cursor
Code-Editor mit KI-Agenten.
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Langdock EU-Hosting möglich
KI-Plattform für Unternehmen mit Hosting in der EU.
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n8n EU-Hosting möglich
Arbeitsabläufe automatisieren, auch selbst gehostet.
Aktionsplan per E-Mail
Wir senden Ihnen Ergebnis, Schritte und Weiterbildungen für Softwareentwickler als übersichtliche E-Mail, damit Sie später daran weiterarbeiten können.
Quellen
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[1]Folgen des technologischen Wandels für den Arbeitsmarkt: Vor allem Hochqualifizierte bekommen die Digitalisierung verstärkt zu spüren Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)
Das Substituierbarkeitspotenzial von Softwareentwicklerinnen und Softwareentwicklern ist gegenüber 2019 um etwa 30 Prozentpunkte gestiegen. Generative KI kann Code erzeugen, vervollständigen und auf Fehler prüfen; eine vollständige Automatisierung des Berufs ist laut IAB jedoch nicht möglich, weil Programmieren nur eine von mehreren beruflichen Anforderungen ist.
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[2]Arbeitsmarkt in der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) im Spannungsfeld: Konjunkturelle Schwäche trifft auf strukturellen Wandel Bundesagentur für Arbeit, Juli 2026
Digitalisierung, Automatisierung und neue KI-Technologien erhöhen nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit das Anforderungsniveau in IKT-Berufen. Trotz schwächerer Einstellungsdynamik waren 2025 in Deutschland 1,15 Millionen IKT-Fachkräfte sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 2 Prozent mehr als im Vorjahr.
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[3]AMS JobBarometer – Softwaretechnik, Programmierung Arbeitsmarktservice Österreich (AMS)
Das AMS erwartet für Softwaretechnik und Programmierung von 2026 bis 2028 einen positiven Trend und verbindet die wachsende Bedeutung von KI, Automatisierung, Datenanalyse und Cloud-Infrastrukturen mit hoher Nachfrage nach qualifizierten Entwicklerinnen und Entwicklern. 2025 wurden 22.919 Inserate in der Berufsobergruppe erfasst, davon 20.948 für Softwareentwicklerinnen und Softwareentwickler; gegenüber 2024 sank die Gesamtzahl allerdings um 6.835.
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[4]20 % der Unternehmen beschäftigen IKT-Fachkräfte Statistik Austria, Januar 2025
2024 beschäftigten 20 Prozent der österreichischen Unternehmen IKT-Fachkräfte. Zwei Drittel der Unternehmen, die solche Fachkräfte rekrutierten oder dies versuchten, berichteten über Schwierigkeiten, insbesondere wegen zu weniger Bewerbungen sowie fehlender Erfahrung oder Qualifikation.
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[5]Transparent IT Job Market Report 2025 SwissDevJobs
Die Schweizer IT-Arbeitsmarktstudie basiert auf mehr als 13.000 Befragungsantworten und Daten aus über 10.000 Stellenanzeigen. 79 Prozent der befragten IT-Fachkräfte fühlen sich nicht durch eine mögliche Ersetzung durch KI bedroht, während 39 Prozent einen gestiegenen Leistungsdruck wahrnehmen.
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[6]From skills to labour market opportunities: OECD Skills Outlook 2025 Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD)
Die OECD unterscheidet zwischen wachsenden Softwareentwicklungsrollen und stärker gefährdeten Anwendungsprogrammierungsrollen. Low-Code-Plattformen und generative KI reduzieren den Bedarf an routinemäßiger Codierung, erhöhen aber den Wert von Kompetenzen in Systemarchitektur und Cybersicherheit.
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[7]Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure International Labour Organization (ILO), Mai 2025
Die ILO stellt eine steigende GenAI-Exposition stark digitalisierter Fach- und Technikberufe fest, wozu Anwendungsprogrammierung sowie Web- und Multimediaentwicklung gehören. Exposition bedeutet dabei, dass Aufgaben technisch automatisierbar oder unterstützbar sind, nicht zwangsläufig, dass komplette Arbeitsplätze entfallen; weltweit weist etwa jeder vierte Arbeitsplatz eine gewisse GenAI-Exposition auf.
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[8]Future of Jobs Report 2025: These are the fastest growing and declining jobs World Economic Forum, Januar 2025
Software- und Anwendungsentwickler stehen in der globalen Arbeitgeberbefragung an vierter Stelle der bis 2030 am schnellsten wachsenden Berufe. Zugleich erwarten 86 Prozent der mehr als 1.000 befragten Unternehmen, dass KI und Informationsverarbeitung ihr Geschäft bis 2030 transformieren, und 39 Prozent der zentralen beruflichen Kompetenzen sollen sich verändern.
Die Quellen wurden per Websuche gefunden, die Aufgabenbewertung mit KI erstellt und redaktionell geprüft. Der Wert ergibt sich aus dem Zeitanteil jeder Aufgabe und ihrer Einstufung, nicht aus einer Schätzung des Modells. Zur Methodik
Häufige Fragen
- Wird KI Softwareentwicklerinnen und Softwareentwickler ersetzen?
- Eine vollständige Ersetzung ist nicht zu erwarten. KI kann viel Routinecode erstellen, doch Anforderungsklärung, Architektur, Sicherheitsentscheidungen, Integration und Verantwortung bleiben bei Menschen.
- Welche Programmieraufgaben kann KI bereits übernehmen?
- KI kann Code vervollständigen, Standardfunktionen erzeugen, Tests entwerfen, Fehlerhinweise auswerten und Dokumentation formulieren. Bei komplexer Geschäftslogik oder kritischen Systemen braucht das Ergebnis weiterhin eine fachkundige Prüfung.
- Werden Junior-Stellen durch KI verschwinden?
- Einfache Einstiegsaufgaben dürften seltener oder anspruchsvoller werden, weil KI einen Teil der routinemäßigen Codierung übernimmt. Junior-Entwickler sollten deshalb früh lernen, generierten Code zu erklären, zu testen und sicher in bestehende Systeme zu integrieren.
- Welche Fähigkeiten werden durch KI wichtiger?
- Besonders wichtig werden Systemarchitektur, Cybersicherheit, Teststrategie, Domänenwissen und die kritische Bewertung von KI-Ausgaben. Ebenso entscheidend bleiben Kommunikation und die Fähigkeit, unklare Anforderungen in belastbare technische Lösungen zu übersetzen.
- Darf vertraulicher Quellcode in KI-Werkzeuge eingegeben werden?
- Nur wenn Unternehmensregeln, Verträge, Datenschutz und Sicherheitsvorgaben dies erlauben. Prüfen Sie Hosting, Datenverwendung, Aufbewahrung und Zugriffsrechte und nutzen Sie für sensible Projekte ausschließlich freigegebene Lösungen.
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Ihr Team ist betroffen?
Wir helfen Unternehmen im DACH-Raum, KI sicher einzuführen: mit Schulungen an echten Aufgaben, klaren Regeln und Werkzeugen, bei denen vertrauliche Daten in der EU oder auf Ihrer eigenen Infrastruktur bleiben.